Eine Erinnerung
Unmöglich...!?
Es ist unmöglich, dass Ihr Kind leben wird. Und wenn es doch lebt, dann kann es
unmöglich atmen. Es wird sein Leben an einer Beatmungsmaschine hängen müssen,
wollen Sie das?! So das erschütternde Urteil der Fachleute: Ober- und Chefarzt des
Zerbster Krankenhaus.
Es war Februar 1997, meine Frau musste schon einige Zeit liegen, weil die
Schwangerschaft nicht gut verlief. Blutungen und tägliches Erbrechen, machten die Zeit
nicht eben leicht. Nun war auch noch die Fruchtblase in der 19. Schwangerschaftswoche
geplatzt. So wurde sie ins Krankenhaus eingeliefert- „damit sie mehr Ruhe habe“. Aber
schon vom ersten Tag im Krankenhaus an, wurde sie und ich mit dieser Prognose förmlich
bombadiert. Für uns stand jedoch fest, dass Gott allein die Entscheidung für oder gegen
ein Leben zu fällen hat: Wir wollen das Kind!!!
Nach einigen Wochen mit immer der selben Frage und immer noch der gleichen Antwort,
suchten wir uns eine andere Klinik. Aber nicht jede wollte den Fall annehmen. So landeten wir im ca. 75 km entfernten Halle.
Mit einem klapprigen wohl umgebauten Transporter wurde sie überwiesen. Hier nun war man dem Kleinen noch unbekannten
Wesen gnädiger gesonnen. Die Frage war nicht mehr, ob es leben wird, sondern, was getan werden muss und soll.
Hier fanden wir eine entspannte und freundliche Atmosphäre; das allgegenwärtige Kruzifix schien nicht nur ein äußerliches
Symbol zu sein.
Dann war es so weit. Ich kam von einer Jugendstunde, die ich in einem der Dörfer hielt und wurde telefonisch benachrichtigt,
dass es los ginge- viel zu früh in der 28. Woche. Ich stützte ins Auto und fuhr..., nein flog nach Halle. Um 0:19 Uhr kam mein
Sohn zur Welt: zwei-hände-voll Mensch, aber gesund und atmete selbst. Oh, danke Gott!- war mein erster Gedanke und mein
stilles Gebet. Der Name, den er seither trägt, beschreibt diese Erfahrung: „Paul“ weil er mit seinen 38 cm und 1050 g sehr
klein war und „Johannes“ weil Gott an ihm seine Gnade erwies.
Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. (Lukas 18,27)
Ein Satz, der mehr als eine Binsenweisheit ist. Es ist eine Erfahrung, die ich nur unterstreichen kann und in die Welt
hinausrufen möchte: Verlasst euch nicht auf die menschliche Weisheit! Gott ist alles möglich- in deinem alltäglichen Mühen, in
deiner Familie, in der großen Weltpolitik und in deinem Herzen.
(mv)
Was bei den Menschen
unmöglich ist, das ist bei
Gott möglich
Lukas 18,27
erstellt von: Marco Vollmann